Erst Feind, dann Freund

Wer sich an einige Regeln halt, muss sich heutzutage vor dem Feuer nicht mehr fürchten. Doch es gab eine Zeit, in der die Menschen die Eigenschaften des Feuers noch nicht kannten.

Für diese ersten Menschen war das Feuer nur - ebenso wie für die Tiere - eine wilde, unbezähmbare Bestie, der Sie schutzlos ausgeliefert waren. In dieser Zeit wurde Feuer zum Beispiel durch Blitze ausgelöst und das führte oft zu verheerenden Waldbränden. Manchmal entzündete sich der Wald bei großer Hitze und Trockenheit auch von selbst. In jedem Fall war es ein Grund zu fliehen, denn weder Tier noch Mensch konnten es kontrollieren.

Feuer bringt Macht

freund_1.jpg Es dauerte viele Tausend Jahre, bis sich die Menschen in die Nähe eines brennenden Astes wagten und erkannten, dass sie sich daran wärmen konnten. Aber von diesem Moment an erhoben sich die Menschen vollends über die Tiere und alle anderen Lebewesen: Wer Feuer besaß, hatte Macht. Wilde Tiere trauten sich nicht in die Nähe, Fleisch konnte gebraten werden und musste nicht mehr roh verzehrt werden. Doch leider mussten diese Menschen noch darauf warten, bis ihnen die Natur das Feuer zufällig schenkte. Wer Feuer besaß, hütete es und beschützte es gegen Räuber sogar mit Waffen. Wiederum dauerte es tausende von Jahren, bis der Mensch Feuer selbst entfachen konnte. Erst jetzt machten die Menschen der Steinzeit aus dem feindlichen und unkontrollierbaren Feuer einen nützlichen Freund.

Feuermachen eine Kunst

Versetze dich nun mit uns in die Steinzeit. Da sitzt du nun mit einem Holzbrett und einem Holzstab in der Hand. Holz - das ist schon mal nicht schlecht, denn schließlich brennt es gut. Aber wie kommt es nun zum Feuer? Du machst dich auf die Suche nach einem Zunderschwamm. Das ist ein Lebewesen und wächst an Bäumen, genauer gesagt: an Buchen. Der Zunderschwamm besitzt eine interessante Eigenschaft: Er entzündet sich schon bei geringen Temperaturen. Aha, da vorne ist ja einer. Prima! Ein bisschen davon krümelst du in die Kuhle, die sich in deinem Holzbrett befindet. Dann stellst du deinen Holzstab in die Kuhle und drehst den Stab zwischen deinen Händen ganz schnell hin und her. So entsteht Wärme zwischen dem Holzstab und dem Zunderschwamm und du entfachst ein hübsches kleines Feuerchen.

Was meinst du wohl, wie lange du das Holsstächen im Zunder drehen musst, bis sich der erste Funke zeigt?

Kreuze die Antwort an und vergleiche sie mit der Auflösung auf der Lösungsseite.

[  ] 40 Minuten
[  ] 20 Minuten
[  ]   5 Minuten

Nun musst du schnell kleine trockene Äste drauflegen, sonst geht es wieder aus.

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