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2006-12-07 FM Moersen 8

Monday, 17.07.2006
Einsatzart: Großbrand - Flächenbrand

Flammeninferno auf den Feldern

Geschrieben von Klaus Krebs

Quelle: Kreiszeitung

Fünf Flächenbrände am Wochenende / Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz / Hohe Sachschäden

BASSUM/TWISTRINGEN (ck) Trockenheit und Wind bereiteten den Flammen leichtes Spiel: Vier Flächenbrände hielten am Sonnabend die Feuerwehren aus Bassum und Twistringen in Atem. Der größte Einsatz rief aber gestern rund 100 Helfer in Klein Ringmar auf den Plan: Dort standen von 14.20 bis 16 Uhr zehn Hektar Feld und drei Waldstücke in Flammen.

 

Dicke Rauchschwaden über den Nordwohlder Feld, Großeinsatz in Klein_Ringmar: Bilder eines "heißen" Wochenendes für die Feuerwehr aus Bassum und Twistringen                Fotos: Cordes/Krüger

Beim Eintreffen sahen die ersten Fahrzeug Besatzungen aus Ringmar eine riesige Feuerwand in Richtung Klein Ringmar walzen, so dass sie neben den Kollegen aus Bassum, Nordwohlde, Dimhausen und Neubruchhausek weitere Verstärkungen aus Neuenkirchen, Twistringen, Heiligenloh sowie aus Harpstedt und Beckstedt anforderten. Auf der Anfahrt zum Brandort verunglückte ein Harpstedter Löschfahrzeug, vier Insassen verletzten sich zum Teil schwer. Es sollten die einzigen Verletzten dieses „heißen" Wochenendes bleiben. Die Schäden am gestern in Ringmar ausgebrannten Mähdrescher sowie weiteren Maschinen an den anderen Brandstellen geht jedoch in die Hunderttausende.

Als das Kontingent in Ringmar gerade alle Glutnester abgelöscht hatte, mussten die Twistringer gegen 16 Uhr wieder zurück in ihre Stadt - gemeinsam mit Bassumer Helfern. Zum Brand jenseits der Oldenburger Kreisgrenze brauchten sie entgegen der ersten Anforderung allerdings nicht mehr auszurücken. Das „heiße Wochenende" begann am Sonnabend um kurz nach 15 Uhr: Auf einem abgeernteten Getreidefeld an der Ziegelstraße brach in Mörsen ein Feuer aus, als der Landwirt auf dieser Fläche gerade Stroh presste. Kurz nach dem Vollalarm für die Ortsfeuerwehr Twistringen alarmierte die Einsatzleitstelle noch das Tanklöschfahrzeug der Heiligenloher Feuerwehr. Mehr als eine Stunde benötigten die 41 Helfer, um die Flammen zu bekämpfen, die auf rund sechs Hektar Boden wüteten.

Gegen 15.45 Uhr rückte die Ortsfeuerwehr Nordwohlde zu einem Flächenbrand auf einem ebenfalls abgeernteten Getreidefeld in Nordwohlde aus - der Landwirt hatte gerade die letzte Runde mit seinem Mähdrescher hinter sich. Zwischenzeitlich waren auch Einsatzkräfte aus Ristedt, Gessel und Bassum gestartet, weil die genaue Lage des Brandorts zunächst nicht feststand. Mit drei Tanklöschfahrzeugen, einem Löschgruppenfahrzeug und drei Tragkraftspritzenfahrzeugen sowie 50 Freiwilligen der vier alarmierten Feuerwehren  schafften es die Brandschützer binnen eineinhalb Stunden, die Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Nordwohldes Ortsbrandmeister Hans-Hermann Nolte setzte die Tanklöschfahrzeuge an den Ackergrenzen ein, um die Fläche zu bewässern. Weitere Kräfte arbeiteten sich mit Feuerpatschen vor - wegen des starken Rauchs teilweise unter Atemschutz.

Während des Einsatzes in Nordwohlde gab es gegen 16.15 Uhr einen weiteren Alarm: Die Feuerwehr Dimhausen musste nach Groß Hollwedel ausrücken, weil dort ein Mähdrescher bei derBearbeitung eines Kornfeldes mit dem Mähwerk auf einen Stein geraten war und dieser Funkenflug einen neuen Flächenbrand ausgelöst hatte. Mit dem Tanklöschfahrzeug und dem Löschgruppenfahrzeug sowie 15 Aktiven hielt sich das Feuer in Grenzen. Die Bassumer Feuerwehr unterstützte die Dimhauser. Um 20.20 Uhr heulten wieder in Twistringen die Sirenen: Die Feuerwehr musste zu einer Fläche an der Werner-von-Siemens-Straße ausrücken. Dort hatten sich 250 Quadratmeter entzündet, die die 35 Einsatzkräfte jedoch schnell ablöschten.


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