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Saturday, 18.02.2006
Einsatzart: Großbrand

Einsturzgefahr bei Löscharbeiten

Geschrieben von krabbe

Quelle: Kreiszeitung

Unbewohntes Bauernhaus stand in Flammen / Twistringer Wehr erst am falschen Ort

TWISTRINGEN (ts) • Nichts mehr zu retten gab es für die Ortsfeuerwehr Twistringen bei einem Brand in der Nacht zu gestern an der Steller Straße/Einmündung St.-AnnenStraße. Der Anbau eines leer stehenden, ehemaligen Bauernhauses hatte Feuer gefangen. Viereinhalb Stunden waren die Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt. Die Polizei Diepholz schätzte den Schaden gestern auf etwa 50000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Um 3.17 Uhr war die Nacht für 35 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr zu Ende. Die Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle in Diepholz hatte Alarm ausgelöst. Zunächst waren die Löschkräfte zu einem angeblichen Dachstuhlbrand am Gebäude des ehemaligen Altenheims gerufen worden. Eine Autofahrerin hatte über ihr Handy der Leitstelle Rauchentwicklung aus einem Gebäude in der Innenstadt gemeldet, wusste aber nicht den Namen der Straße. Durch den Disponenten in Diepholz konnte aus dem Anruf in Erfahrung gebracht werden, dass es sich bei dem Brandobjekt um. ein Gebäude in der Nähe des Krankenhauses handelte. Beim Altenheim angekommen, stellten die Einsatzkräfte jedoch kein Feuer fest, allerdings war nur etwa 250 Meter weiter Rauchentwicklung zu erkennen. „Hier hat sich wieder einmal die gute Ortskenntnis des Disponenten in der Leitstelle bezahlt gemacht, der den Einsatzort fast punktgenau bestimmen konnte", sagte gestern der designierte stellvertretende Ortsbrandmeister Klaus Krebs mit Blick auf die mögliche Verlegung der Einsatzleitstelle nach Cuxhaven. Auch wenn der Brandort schnell gefunden wurde, konnten die Einsatzkräfte unter der Leitung von Ortsbrandmeister Franz-Josef Borchers den Totalschaden des brennenden Anbaus nicht mehr verhindern.

Unter schwerem Atemschutz durchsuchte ein Trupp zunächst das alte Wohnhaus, da nicht klar war, ob sich noch Personen darin befanden. Ein Flammenherd konnte im Erdgeschoss ausfindig gemacht werden. Das eigentliche Feuer wütete aber im Dachgeschoss. Von einer Garage aus wurde ein Teil des Daches abgedeckt, um die Flammen zu löschen. Zusätzliche Nahrung erhielt das Feuer durch eine große Menge an gelagertem Stroh, das auch die extreme Verqualmung verursachte. Ein Innenangriff war wegen akuter Einsturzgefahr nicht mehr vertretbar. Im weiteren Verlauf des Einsatzes  wurde ein massiver Au ßenangriff ebenfalls unter Atemschutz durchgeführt. So konnte ein Übergreifen de Flammen auf ein weiteres in der Nähe befindliche  Wohnhaus sowie zwei Garagen verhindert werden.
Für die Löscharbeiten mussten die Steller Straße bis 6 Uhr und die St.-Annen Straße bis 8 Uhr voll gesperr werden. Die Polizei Diepholz hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ausgelöst wurde das Feuer vermutlich durch einen Obdachlosen, der im Gebäude seine Schlafstelle hatte. Wie die Polizei, mitteilte, sei es möglich, dass die im Gebäude befindliche Person Brandverletzungen davon getragen habe. Zeugen sollten sich bei der Polizei melden, TEL. 05441 /9710.


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