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Geschrieben von krabbe
Feuerwehren aus 3 Landkreisen im Einsatz
Quelle: Internetseite Feuerwehr Vechta
Am Montag, den 5.8.96 gegen 20:10 Uhr wird der Rettungsleitstelle in Vechta ein Feuer bei der Firma Brandenburg im Goldenstedter Ortsteil Arkeburg gemeldet. Fünf Produktions- und Lagerhallen des Torf und Holz verarbeitenden Betriebes stehen in Flammen. Die Freiwillige Feuerwehr Goldenstedt wird alarmiert. Schon während der Anfahrt ist die starke Rauchentwicklung zu sehen, so dass sofort die Feuerwehren des gesamten Nordkreises Vechta nachalarmiert werden. Beim Eintreffen der Kräfte ist die Gefahr zunächst groß, dass das Feuer auf die Nachbarschaft übergreift. Hier befinden sich weitere Betriebe, sowie das Große Moor, das durch die Trockenheit leicht durch Funkenflug entzündet werden kann.
Zur Unterstützung der Wehren aus Visbek, Rechterfeld, Goldenstedt, Lutten, Vechta, Bakum und Lohne werden weitere Kräfte aus Cloppenburg, Barnstorf, Wildeshausen, Twistringen und Diepholz alarmiert. Etwa 180 Feuerwehrleute mit 50 Fahrzeugen befinden sich vor Ort. Hinzu kommen die Helfer der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) des DRK, sowie dem Malteser Rettungsdienst.
Trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehr und der außerordentlich guten Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte, sind die Hallen nicht mehr zu retten. Die Hauptaufgabe beschränkt sich auf die Sicherung der Nachbarschaft und der großen Vorräte an Sägespänen und Torf, die noch auf dem Gelände lagern. Um ein Uhr ist die nahegelegene Zisterne mit 300.000 Litern Wasser erschöpft. Der kleine Hydrant (80 mm Leitung) am Gelände reicht bei weitem nicht aus. Lange Schlauchleitungen werden zu den umliegenden Teichen gelegt sowie ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet, um der Wasserknappheit entgegen zu wirken.
Am nächsten Vormittag sind die Flammen weitgehend gelöscht, doch die Gefahr ist nicht gebannt: "Das Feuer muss weiter beobachtet werden. Es gibt noch kleinere Brandherde, nach denen die Feuerwehr jetzt sucht." sagt Kreisbrandmeister Günther Südbeck. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten erstrecken sich noch bis zum Mittwoch, den 7.8.96. Personen sind bei dem Feuer nicht zu Schaden gekommen. Abgebrannt sind jedoch über zwei Hektar, von drei Hallen steht nichts mehr, zwei sind stark beschädigt. Zahlreiche Maschinen, Stapler, LKWs, Anhänger und Container fielen den Flammen zum Opfer. Unternehmer Brandenburg beziffert den Schaden auf mindestens 6 Mio. DM, die Kripo geht von mehr als 10 Mio. aus. Als Ursache wird ein technischer Defekt an einer Presse angenommen. Die schnelle Ausbreitung des Feuers lässt auf eine Staubexplosion schließen. Dies würde auch die Aussage von Johannes Brandenburg bestärken: "Binnen 10 Minuten war hier nichts mehr zu retten!"
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