1. Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft 2 übt in Sudwalde

Geschrieben von Jens

Samstag, 24.10.2009
Einsatzart: Einsatzübung
Erste Alarmierung um 14:00 Uhr über Telefon

In einem Waldstück zwischen den Ortschaften Freidorf und Bensen (Samtgemeinde Schwaförden) war aufgrund eines technischen Defektes eine Baumerntemaschine (Harvester) in Brand geraten. Die Flammen drohten sich auf das Waldstück und das Grasland auszubreiten. Das Tanklöschfahreug der Ortsfeuerwehr Sudwalde war bereits vor Ort und bat den 1. Zug der KFB2 um Unterstützung.

So sah das Drehbuch die Ausgangslage für die jährliche Zugübung des 1. Zuges der Kreisfeuerwehrbereitschaft 2 (Fachzug Wasserförderung) vor. Ausgearbeitet hatte diese Übung Mitglieder der Ortsfeuerwehr Sudwalde.

Nach kurzer Einweisung im dortigen Feuerwehrhaus war gegen 14 Uhr Beginn. Mit 5 Fahrzeugen (ELW Twistringen, LF10 Sudwalde, TSF-S Asendorf, LF16-TS Siedenburg, GW-L Twistringen) rückten die gut 35 Einsatzkräfte unter der Leitung von Zugführer Norbert Küpker (Twistringen) und seinem Stellvertreter Jürgen Schiller (Heiligenloh) aus.

Vorgesehen war die Zuführung von Löschwasser aus 2 Wasserentnahmestellen. Der GW-L und das LF16-TS verlegten zusammen eine Schlauchleitung von ca. 800m, um das Wasser aus einem Unterflurhydranten zur Einsatzstelle zu bekommen. Um genügend Druck aufzubauen, wurden 2 TS (Tragkraftspritzen) gesetzt.

Das LF8 bekam die Aufgabe, Wasser aus einem Bach (Hache) zu fördern. Auch hier nutzte man die TS des Fahrzeuges. Mit dem TSF-S wurde eine 500m lange Schlauchleitung verlegt und die TS als Verstärkerpumpe genutzt. Das LF8 wurde dann genutzt, um einen 2. Löschangriff, neben dem des bereits vorhandenen TLF8, zu starten.

Beide Aktionen dauerten jeweils ca. 10-12 Minuten. Eine Zeit, mit der die Führungskräfte sehr zufrieden waren. Bis auf 2 Kleinigkeiten gab es in der anschließenden Besprechung im Sudwalder Feuerwehrhaus auch keine Beanstandungen.

Die Gruppenführer beklagten eine schlechte Funkverbindung mit den 2-m-Band-Handsprechfunkgeräten. Dies ist aber aufgrund der großen Entfernung zwischen den Wasserentnahmestellen und das dazwischen liegende Waldstück zurück zuführen. Von Vorteil erwies es sich, dass der ELW an der Einsatzstelle verblieben war und deshalb mit beiden Stellen guten Kontakt hatte.
Zur Erkundung hatte der Zugführer ein Fahrrad und war somit auf das Fahrzeug nicht angewiesen.

Eine Übung mit optimaler Auslastung:

  • alle im Zug vorhandenen 4 TS wurden eingesetzt
  • man hatte noch 1 Fahrzeugpumpe in Reserve (LF16-TS)
  • beim GW-L wurde das Verlegen der Schläuche während der Fahrt verbessert
  • Zusammenspiel der beiden Gruppen innerhalb des Zuges wurde intensiviert
  • Leistungen der TS bis zum Maximum ausgereizt; schafft 1 TS die komplette Wegstrecke; ist es nötig, 1 TS am Hydranten zu positionieren;
Ein kleines Manko gab es dann doch noch.....
allerdings nicht in Reihen der Feuerwehr, sonder der Bevölkerung.
Die Fahrzeuge waren auf der Hin- und Rückfahrt im geschlossenen Verband unterwegs. Trotz eingeschaltetem Blaulicht und Martinhorn missachtete ein silberner VW Passat die Sonder- und Wegerechte der Feuerwehrfahrzeuge. Zum Glück hatte der Fahrer des LF8 gut reagiert und einen Zusammenprall auf der Neubruchhauser Straße verhindert.



Eingesetzte Kameraden (gesamt): 35
Eingesetzte Fahrzeuge der Ortsfeuerwehr
ELW 1, GW-Logistik,

Weitere Kräfte:

LF10 Sudwalde mit 9 Kräften
TSF-S Asendorf mit 6 Kräften
LF16-TS Siedenburg mit 9 Kräften
GW-L Twistringen mit 6 Kräften
TLF8 Sudwalde mit 3 Kräften

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