Feuer in Abbentheren

Geschrieben von Jens

Freitag, 16.10.2009
Einsatzart: Einsatzübung
Erste Alarmierung um 18:25 Uhr über Sirenen

2 vermisste Personen in brennender Scheuen / 4 Ortsfeuerwehren im Einsatz

Gegen 18:25 Uhr heulten in Natenstedt die Sirenen und gleichzeitig wurde über Meldeempfänger das Tanklöschfahrzeug Heiligenloh alarmiert. „Rauchentwicklung aus Scheune“ war das Einsatzstichwort durch die FEL Diepholz. Das sollte der Auftakt zu einer geheim gehaltenen Alarmübung, ausgearbeitet von Bernhard Brinkmann, sein.

Zufällig befanden sich in Heiligenloh einige Feuerwehrleute am Gerätehaus, so dass sie innerhalb von 2 Minuten ausrücken konnten. Die Natenstedter folgten mit ihrem TSF und einigen Privat-PKW kurze Zeit später. Auf einer Hofstelle in Abbentheren drang Rauch aus einer Scheune. Darin sollten sich noch 2 Personen befinden.

Durch Einsatzleiter Bernhard Brinkmann (Ortsbrandmeister Ortsfeuerwehr Natenstedt) wurde umgehend das TSF-W Rüssen zur Verstärkung angefordert. Der ELW der Ortsfeuerwehr Twistringen war an seinem Standort in Bereitstellung gewesen und rückte ebenfalls nach.

Die Rüssener bekamen den Auftrag von einem Hydranten aus die Wasserversorgung aufzubauen, während die Natenstedter und Heiligenloher die Menschenrettung und mit mehreren B- und C-Rohren die Brandbekämpfung in Angriff nahmen. Im ELW nahm ein Team bestehend aus Natenstedtern und Twistringern ihre Arbeit auf.

Der 1. Angriffstrupp drang dann unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vor und konnte bereits 4 Minuten später die 1. Person retten. Wenig später wurde auch die 2. Person gefunden.Atemschutzgeräteträger wurden von den Ortsfeuerwehren Natenstedt, Heiligenloh und Rüssen gestellt.

Da Abbentheren zu den entlegendsten Ortsteilen von Twistringen gehört, wurde geprobt, wie hoch die maximale Wassermenge ist, die hier aus dem Hydranten gefördert werden kann. Verschiedene Szenarien mit einer unterschiedlichen Abnahme an Löschwasser wurden durchgespielt.

Geprobt wurde auch die wichtige Überwachung des Atemschutzeinsatzes. Mehrere Trupps waren unter schwerem Atemschtz gefordert.

Im Anschluss gab es im Dorfgemeinschaftshaus in Natenstedt (Lerchenhausen) die Manöverkritik. Als Beobachter fungierte Stadtbrandmeister Heinrich Meyer-Hanschen. Er und Bernhard Brinkmann hatten wenig auszusetzen. Man kam zu der Erkenntniss, dass die Alarm- und Ausrückordnung (AAO) verbessert werden muss. Bei solchen Einsätzen sind sofort mehrere Ortsfeuerwehren zu alarmieren. Kurzzeitig war auch ein Mangel an Atemschutzgeräteträgern aufgetreten. Da kein Fahrzeug mit Beleuchtungssatz vor Ort war, tappte man teilweise durchs Dunkle über den Hof. Dies wird aber auch durch die Umstellung der AAO abgestellt.

Kaplan Christoph Konjer aus Twistringen stellte sich selbst und seine Arbeit vor. Er ist als Fachberater Seelsorge in die Ortsfeuerwehr Twistringen eingetreten und steht allen Feuerwehrleuten im Stadtgebiet zur Verfügung.

Gegen 21 Uhr konnten dann die Kärfte ihrem Rückfahrt antreten.


Eingesetzte Kameraden (gesamt): 17
Eingesetzte Fahrzeuge der Ortsfeuerwehr Natenstedt
TSF,

Weitere Kräfte:

OrtsFW Heiligenloh mit TLF 8/18 und 4 Kräften
OrtsFW Rüssen mit TSF-W und 14 Kräfte
OrtsFW Twistringen  mit ELW und 2 Kräften

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