| Besucher gesamt: | 431.122 |
| Besucher heute: | 4 |
| Besucher gestern: | 254 |
| Max. Besucher pro Tag: | 2.075 |
| gerade online: | 2 |
| max. online: | 118 |
| Seitenaufrufe gesamt: | 1.624.479 |
| Seitenaufrufe diese Seite: | 652 |
Statistiken
|
|
Geschrieben von krabbe
Dienstag, 23.06.2009
Bereits am vergangenen Montag trafen sich im Twistringer Feuerwehrhaus jeweils 15 Kameraden aus den Ortsfeuerwehren Bassum und Twistringen, um sich in einen theoretischen Unterricht über neuste Techniken bei der Unfallrettung fortzubilden. Durch permanente Verbesserung der Sicherheitssysteme und Verstärkung der Karosserien sinkt die Zahl der Verkehrstoten stetig, jedoch fordert die komplexe Konstruktion der Fahrzeuge bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen ein erhebliches Fachwissen und eine steigende Anforderung an das Rettungspersonal sowie die eingesetzten technischen Geräte. Am gestrigen Montag folgte dann der praktische Teil beim Bassumer Feuerwehrhaus, bei denen die Feuerwehrkräfte verschiedene Einsatzszenarien bewältigen mussten. Â
ÂDie technischen Entwicklungen in der Autoindustrie, die vor allem dem Insassenschutz dienen, bereiten im Bedarfsfall den Feuerwehren zunehmend Probleme. Es wird immer schwieriger, auch mit dem vorhandenen modernen technischen Gerät, schnelle und wirksame Hilfe zu leisten. Seitenaufprallschutz, Airbagsysteme und viele andere ausgeklügelte Neuerungen, besonders aber der Einsatz immer besserer härterer Materialien, die vor allem die Fahrgastzelle schützen, führen dazu, dass es zunehmend zu Problemen bei der Befreiung von Verletzten kommen kann. Weiterhin kann das versehentliche Auslösen eines Sicherheitssystems durch Einsatzkräfte unter Umständen zu zusätzlichen schweren Verletzungen des Patienten oder sogar der Retter führen. Aus diesem Grund führten die Bassumer und Twistringer Feuerwehrkameraden eine Fortbildung unter Leitung von Twistringens Stadtausbildungsleiter Klaus Krebs durch.
Im theoretischen Teil der Fortbildung am vergangenen Montag lernten die Einsatzkräfte im Twistringer Feuerwehrhaus Inhalte über Standards bei der Unfallrettung aus modernen Kraftfahrzeugen sowie Gefahren alternativer Antriebe in solchen Fahrzeugen kennen. In einen vierstündigen Unterricht wurden den Feuerwehrkameraden die aktuellen Sicherheitssysteme in solchen Fahrzeugen erläutert, zudem wurden sie auf die Schwierigkeiten, die durch die Versteifung der Fahrgastzellen und der verbauten hochfesten Stähle entstehen können, hingewiesen. Ihnen wurde dargestellt, welche Gefahren von einem nicht ausgelösten Airbag ausgehen und wie man diese Probleme umgehen kann. Am Montagabend musste dann das theoretische Wissen auf dem Hof des Feuerwehrhauses in Bassum in die Praxis umgesetzt werden, dafür wurden verschiedene Einsatzszenarien aufgebaut, die den Einsatzkräften einiges an Schweiß abverlangte.
Im Vordergrund der praktischen Ausbildung stand vor allem die schnelle, aber immer sichere Rettung aus den sich in drei verschieden Lagen befindlichen Übungs- PKW. So mussten die in der theoretischen Ausbildung erlernten verschiedenen Einsatzphasen, Erst-, Versorgungs- sowie Befreiungsöffnung in drei praktischen Stationen neben den Standardvorgehen auch mit alternativen Rettungsmethoden abgearbeitet werden. Dazu wurde neben einer Lage mit einem Fahrzeug auf den Rädern stehend eines der drei Fahrzeuge auf das Dach sowie ein weiteres auf die Seite gelegt. Diese nicht alltäglichen Lagen schienen anfangs kompliziert, stellten sich jedoch nach einigen Tipps als lösbare Aufgaben dar. Reißen statt Schneiden, große Seitenraumöffnung und weitere Rettungstechniken wurden von den Feuerwehrkameraden an den verschiedenen Stationen geübt, um im Fall der Fälle immer einen Plan B in der Hinterhand zu haben. Durch die gute Zusammenarbeit der Feuerwehrkameraden in gemischten Gruppen aus Twistringer und Bassumer Feuerwehrleuten wurde für jede der dargestellten Lagen eine passende Lösung gefunden, die durch die jeweiligen Einheitsführer allen Teilnehmern in kurzen Lageerklärungen an den jeweiligen Stationen nach Abarbeitung der vorgegebenen Übungslage erklärt wurden. Insgesamt dauerte der praktische Teil ebenfalls wie der theoretische eine Woche zuvor rund vier Ausbildungsstunden.
In der Nachbesprechung waren sich dann alle Teilnehmer einig, dass die erste so gemeinsam durchgeführte Ausbildung der Feuerwehren aus Bassum und Twistringen ein voller Erfolg war. Die Ausbildung hat erheblich zur Erhöhung des Ausbildungsstandes und auch zur Motivation der Feuerwehrangehörigen beigetragen. Bassums stellv. Ortsbrandmeister Claas Meyer sowie auch Klaus Krebs dachten jedenfalls bei der Nachbesprechung schon mal laut über eine eventuelle gemeinsame Alarmübung zu den durchgeführten Ausbildungsthema nach, was von den Anwesenden auch prompt humorvoll kommentiert wurde.
Druckansicht | Senden | Hits: 2098 |
Noch keine Kommentare vorhanden.