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Statistiken
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Geschrieben von krabbe
Samstag, 18.04.2009
Um eine "heiße" Erfahrung reicher wurden 12 Twistringer Atemschutzgeräteträger, die am letzten Donnerstag an einer externen bei der Berufsfeuerwehr Mönchengladbach durchgeführten Realbrandausbildung teilnahmen. In einer zweiteiligen Ausbildung lernten die Twistringer Atemschutzgeräteträger im ersten Teil bei der so genannten Wärmegewöhnung ihre physische sowie psychische Belastungsgrenze kennen. Fehler einer falschen Brandbekämpfungstaktik wurden ebenso aufgezeigt, wie die Grenzen der Schutzwirkung moderner Feuerwehrschutzbekleidung. Im zweiten Teil der Ausbildung wurde auf die so genannte Rauchgasdurchzündung eingegangen. Die Twistringer Brandbekämpfer sahen dabei die Phänomene mehrerer Rauchgasdurchzündungen direkt über ihre Köpfe hinweg ziehen.
Die Twistringer Atemschutzgeräteträger absolvierten die Module 1 und 2 des 4 stufigen Ausbildungskonzept das bei Freiwilligen-, Werk- und Berufsfeuerwehren weit über die Grenzen Deutschlands hinaus große Anerkennung findet. Diese Form der Realbrandausbildung ist ein weiteres Modul zur zielgerechten Ausbildung unserer Atemschutzgeräteträger, aufbauend auf die Atemschutzgrundausbildung in Barrien, um damit die Einsatzkräfte auf evtl. bevorstehende Brandeinsätze noch besser vorzubereiten. Die Atemschutzgeräteträger trainierten in Mönchengladbach unter Aufsicht von mehreren Heißausbildern ihre Fertigkeiten für den Brandeinsatz in einer feststoffbefeuerten Anlage unter realtypischen Bedingungen, die auch so bei einem Zimmerbrand vorherrschen können.
So galt es im ersten Teil der Ausbildung neben dem systematischen Absuchen von Räumen zusätzlich noch die Grenzen der Schutzbekleidung festzustellen. So mussten die Atemschutzträger über eine Krichstrecke durch verschiedene Hitzeschichten (Temperaturunterschiede von bis zu 120 °C) innerhalb der Containeranlage, bei der zumindest ich das Gefühl hatte, dass sich die Verschlüsse der Kopfspinne der Atemschutzmaske "leicht" Erwärmt auf meine Kopfhaut prägen. Weiterhin wurde im Brandraum das falsche Lösschen mit dem Hohlstrahlrohr simuliert, so dass der entstehende Wasserdampf sofort durch die Schutzkleidung schlug und uns zu tiefster Gangart zwang. Hier wurde dann aber auch die richtige Brandbekämpfungstaktik mit Holhstrahlrohren demonstriert. Temperaturcheck und Impulslöschverfahren wurden demonstriert und machte den Atemschutzträgern klar, dass weniger Wasser optimal eingesetzt das Feuer schneller löscht und das unsere Schutzkleidung dann auch weiterhin optimal schützt. Nachdem die Strecke im Container zweimal durchgegangen war, war man erleichtert die Atemschutzgeräte endlich wieder abzusetzen, um erst einmal genügend Flüssigkeit den Körper nachzuführen. Auf den Fotos kann man sicherlich erkennen, wie sehr den Teilnehmern die Hitze im Container zusetzte.
Nach einem gemeinsamen Grillen wurde es dann wieder ernst. Im zweiten Teil der Ausbildung ging es in einen weiteren Container darum, Rauchschichtungen richtig zu beurteilen als auch den Gefahren eines Flash-Over wirkungsvoll entgegen zu Wirken. Auch hier hatten unsere Atemschutzgeräteträger die Möglichkeit, mit Hohlstrahlrohren entsprechende Löschtechniken zu Probieren. Twistringens Atemschutzgerätewart nahm die Möglichkeit an und machte praktische Erfahrungen mit dem Hohlstrahlrohr, Temperaturcheck und Rauchgaskühlung wurden praktisch von Guido Kunst angewendet und finden sicherlich in der nächsten Standortweiterbildung Einzug. Nach 25 Minuten war auch dieser Durchgang beendet, alle hatten auch dieses Modul erfolgreich absolviert. Erwähnenswert ist hier noch, dass für den zweiten Teil der Ausbildung extra ein Rettungswagen der Berufsfeuerwehr Mönchengladbach bereitgestellt wird, um bei Bedarf sofort handeln zu können. Als Fazit der Ausbildung kann gesagt werden, es ging um die Sicherheit der Atemschutzgeräteträger im Einsatzdienst – durch solides Training! Alle mitgefahrenen Twistringer Brandbekämpfer fanden die Ausbildung sehr gelungen.
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