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Geschrieben von krabbe
Samstag, 21.01.2006
Bericht in der Kreiszeitung
Verband fordert Erhalt der Leitstelle im Landkreis / Unterschriftenaktion jetzt auch für Bürger
LANDKREIS (sdl) • Der Kreisfeuerwehrverband schlägt Alarm in Sachen Notruf - und will eine Verlagerung der Einsatz- und Rettungsleitstelle ins 130 Kilometer entfernte Cuxhaven verhindern. Mit einem eindeutigen Beschluss fordert der Vorstand des Verbandes, in dem die rund 5000 Feuerwehrkräfte des Landkreises organisiert sind, den Erhalt der Leitstelle in Diepholz.
In seiner Funktion als Verbandsvorsitzender will Kreisbrandmeister Dieter Scharf Innenminister Uwe Schünemann eine beeindruckende Unterschriftensammlung vorlegen. Er hofft, rund 20 000 Menschen zum Eintrag auf den Listen bewegen zu können, die derzeit in den einzelnen Ortsfeuerwehren ausliegen - und in Kürze, so Scharf, auch den Bürgern in Arztpraxen oder anderen Einrichtungen im Landkreis zur Verfügung stehen sollen.
Blick in die Leitstelle des Landkreises Diepholz. Das Bild entstand während des heftigen Wintereinbruchs mit Stromausfall im Dezember. Foto: Dufner
„Das DRK ist schon kräftig dabei", berichtet Scharf über eine Unterschriftenaktion in den Einrichtungen des Kreisverbandes im Deutschen Roten Kreuz. „Wir halten die Leitstellenreform, wie im Innenministerium Niedersachens vorgesehen, für äußerst realitätsfern", heißt es in dem Beschluss des Kreisfeuerwehrverbands-Vorstands. Er fordert, „die Leitstelle in der Stadt Diepholz im jetzigen Stand zu belassen, sofern sich herausstellt, dass die Kosten und die zusätzlichen Servicearbeiten für diese Leitstelle mit denen anderer Regionalleitstellen vergleichbar sind."
Das sorgfältig prüfen zu wollen, hatte Erster Kreisrat Wolfram van Lessen bereits erklärt (siehe Ausgabe vom 18. Januar). Sollten die Kosten für den Alleinbetrieb der Leitstelle zu hoch sein, plädiert die Feuerwehrvertretung für eine Lösung mit den Landkreisen Verden, Nienburg und Osterholz. Vier Ziele müssten in einem solchen Leitstellenverbund realisiert werden, hieß es: Die Leitstelle müsse im Landkreis Diepholz erhalten bleiben und „nach gesicherten und nachvollziehbaren Erkenntnissen für die Bevölkerung des Landkreises Diepholz die gleichen Leistungen bieten wie zur Zeit." Drittens müsse die Leitstelle nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten organisiert und geführt werden, und viertens: „Die Leitstelle muss die ehrenamtliche Arbeit in den freiwilligen Feuerwehren unterstützen."
Rückenwind erhält die Feuerwehr aus der Syker Politik: „Der CDU-Stadtverbandsvorstand spricht sich deutlich für den Erhalt der Rettungsleitstelle im Landkreis Diepholz aus", teilte der stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Markus Stier gestern mit. „Die Größe des Landkreises zeigt, dass eine Leitstelle mit Sitz im Landkreis für eine zuverlässige Versorgung notwendig ist." Dieter Scharf hatte die Union über den aktuellen Sachstand informiert.
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